Gehalt & LohnAktualisiert: Januar 2026

13. Monatsgehalt — Definition & Erklärung

Das 13. Monatsgehalt ist eine zusätzliche, oft weihnachtliche Sonderzahlung deines Arbeitgebers, die dein Bruttoeinkommen erhöht und steuerlichen Abzügen unterliegt.

Kurz & bündig

Dein 13. Monatsgehalt erhöht dein jährliches Bruttoeinkommen und führt durch progressive Besteuerung und Sozialabgaben zu einem spürbar geringeren Nettobetrag im Vergleich zum Bruttobetrag.

Was ist 13. Monatsgehalt?

Das 13. Monatsgehalt, oft auch als Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld (wenn es im Sommer gezahlt wird und vertraglich anders benannt ist), ist eine freiwillige Sonderzahlung deines Arbeitgebers. Es ist keine gesetzliche Verpflichtung, sondern eine Leistung, die in deinem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung festgelegt ist. Oftmals wird diese Zahlung als Anerkennung deiner geleisteten Arbeit und zur Unterstützung in der Weihnachtszeit gesehen.

Obwohl es wie ein zusätzliches Monatsgehalt aussieht, handelt es sich steuerlich und sozialversicherungsrechtlich um eine sonstige Leistung. Das bedeutet, dass darauf wie auf dein reguläres Gehalt Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Die Höhe ist vertraglich vereinbart und entspricht häufig deinem normalen Bruttomonatsgehalt, kann aber auch abweichen oder an bestimmte Bedingungen geknüpft sein, z.B. deine Betriebszugehörigkeit.

13. Monatsgehalt im Detail

Das 13. Monatsgehalt wird typischerweise im November oder Dezember ausgezahlt. Es ist voll steuer- und sozialversicherungspflichtig. Das bedeutet, dass von diesem Betrag Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, eventuell anfallende Kirchensteuer sowie Beiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das 13. Monatsgehalt nach § 40 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) als sonstige Bezüge mit einem pauschalen Lohnsteuersatz versteuert werden, was zu einer geringeren unmittelbaren Steuerbelastung für dich führen kann. Die genauen Abzüge hängen von deiner persönlichen Steuerklasse, deinem sonstigen Einkommen im laufenden Jahr und den gültigen Sozialversicherungsbeiträgen ab. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für die Höhe des 13. Monatsgehalts, diese wird individuell vereinbart.

Beispiel

Wenn dein Bruttomonatsgehalt 3.500 € beträgt und du ein 13. Monatsgehalt in gleicher Höhe erhältst, wird dieser zusätzliche Betrag deinem Bruttoeinkommen im Auszahlungsmonat hinzugerechnet und entsprechend versteuert und mit Sozialversicherungsbeiträgen belegt.

Berechnung

13. Monatsgehalt (Brutto) = Vereinbartes zusätzliches Gehalt Abzüge = Lohnsteuer + Solidaritätszuschlag + ggf. Kirchensteuer + Krankenversicherungsbeitrag + Rentenversicherungsbeitrag + Arbeitslosenversicherungsbeitrag + Pflegeversicherungsbeitrag 13. Monatsgehalt (Netto) = 13. Monatsgehalt (Brutto) - Abzüge

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Häufige Fragen zu 13. Monatsgehalt

Habe ich einen gesetzlichen Anspruch auf ein 13. Monatsgehalt?

Nein, ein gesetzlicher Anspruch besteht nicht. Dein Anspruch ergibt sich ausschließlich aus deinem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung.

Wann wird das 13. Monatsgehalt in der Regel ausgezahlt?

Üblicherweise wird das 13. Monatsgehalt im späten Jahresverlauf gezahlt, meist im November oder Dezember, und oft als 'Weihnachtsgeld' bezeichnet.

Muss ich auf das 13. Monatsgehalt Steuern und Sozialabgaben zahlen?

Ja, das 13. Monatsgehalt ist steuer- und sozialversicherungspflichtig. Es wird wie dein reguläres Gehalt behandelt, und die entsprechenden Abzüge werden vorgenommen.

Kann mein Arbeitgeber die Auszahlung des 13. Gehalts verweigern?

Wenn es vertraglich vereinbart ist und du die vereinbarten Bedingungen erfüllst, kann der Arbeitgeber die Auszahlung in der Regel nicht ohne Weiteres verweigern. Es sei denn, im Vertrag gibt es klare Ausschlussgründe oder eine Widerrufsklausel.

Was passiert mit meinem 13. Gehalt, wenn ich kündige?

Das hängt von deinem Arbeitsvertrag ab. Oft gibt es Regelungen zur anteiligen Auszahlung oder Rückzahlungsklauseln, falls du das Unternehmen vor einem bestimmten Stichtag verlässt.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026.