ArbeitsrechtAktualisiert: Januar 2026

Arbeitszeit — Definition & Erklärung

Deine Arbeitszeit ist die Zeit, in der du deine Arbeitskraft dem Arbeitgeber zur Verfügung stellst. Sie bestimmt dein Gehalt und unterliegt gesetzlichen Regelungen zum Schutz deiner Gesundheit.

Kurz & bündig

Deine Arbeitszeit ist die Basis für dein Bruttogehalt und beeinflusst damit direkt, wie viel Netto am Ende des Monats übrig bleibt.

Was ist Arbeitszeit?

Deine Arbeitszeit ist die Zeitspanne, in der du dem Arbeitgeber deine Arbeitskraft zur Verfügung stellen musst. Das umfasst nicht nur die reine Tätigkeit, sondern je nach Vereinbarung auch Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft. Sie bildet die Grundlage für dein Gehalt und ist durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) streng geregelt, um deine Gesundheit zu schützen und eine gute Work-Life-Balance zu ermöglichen.

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) legt Höchstarbeitszeiten und Pausenzeiten fest. Diese Regeln sind wichtig, um Überforderung zu vermeiden. Abweichungen sind oft nur mit Zustimmung von Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen möglich.

Deine Regelarbeitszeit steht in deinem Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung. Sie ist entscheidend für deine Gehaltsberechnung und die Ermittlung von Überstunden. Die genaue Dauer deiner Arbeitszeit kann je nach Beruf und Branche variieren.

Arbeitszeit im Detail

Gemäß dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) darf deine tägliche Arbeitszeit im Allgemeinen 8 Stunden nicht überschreiten. Du kannst bis zu 10 Stunden arbeiten, wenn du im Durchschnitt eines Zeitraums von sechs Kalendermonaten nicht mehr als 8 Stunden pro Werktag arbeitest. Die Stunden über die Regelarbeitszeit hinaus müssen ausgeglichen werden.

Deine wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt grundsätzlich 48 Stunden, wenn du an sechs Tagen pro Woche arbeitest. Gesetzliche Pausen sind obligatorisch: Bei mehr als 6 Stunden Arbeit hast du Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause. Bei mehr als 9 Stunden erhöht sich die Mindestpause auf 45 Minuten. Diese Pausen kannst du auch in kleinere Abschnitte aufteilen.

Zwischen zwei Arbeitstagen hast du Anspruch auf mindestens elf zusammenhängende Stunden Ruhezeit. Es gibt spezielle Regelungen und Ausnahmen für bestimmte Branchen und Tätigkeiten, die im ArbZG oder anderen Verordnungen festgelegt sind.

Beispiel

Du arbeitest normalerweise 40 Stunden pro Woche. Wenn du an einem Tag 10 Stunden statt der üblichen 8 Stunden arbeitest, muss dies innerhalb eines definierten Zeitraums (z.B. sechs Monate) durch kürzere Arbeitstage oder zusätzliche freie Tage ausgeglichen werden, damit deine durchschnittliche Tagesarbeitszeit 8 Stunden nicht überschreitet.

Berechnung

Dein Stundenlohn berechnet sich meist aus deinem vereinbarten Wochen- oder Monatsgehalt. Beispiel für Monatsgehalt: Stundenlohn = (Monatsgehalt / vertragliche Wochenstunden) / 4,33 (durchschnittliche Wochen pro Monat)

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Häufige Fragen zu Arbeitszeit

Wie viele Stunden darf ich pro Tag maximal arbeiten?

Deine tägliche Arbeitszeit darf im Normalfall 8 Stunden betragen. Du kannst bis zu 10 Stunden arbeiten, wenn im Durchschnitt eines Zeitraums von sechs Monaten die 8-Stunden-Grenze nicht überschritten wird.

Welche Pausenzeiten sind gesetzlich vorgeschrieben?

Wenn du mehr als sechs Stunden arbeitest, hast du Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause. Ab neun Stunden Arbeitszeit erhöht sich die Mindestdauer auf 45 Minuten. Die Pause kannst du auch aufteilen.

Gibt es Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz?

Ja, das Arbeitszeitgesetz gilt nicht für alle. Beispiele sind Beamte, Richter, Soldaten, jugendliche Arbeitnehmer unter 18 Jahren und in bestimmten Fällen leitende Angestellte oder Chefärzte. Auch für manche Sonderberufe gibt es abweichende Regelungen.

Was genau ist Rufbereitschaft?

Bei Rufbereitschaft musst du dich bereithalten, um bei Bedarf zur Arbeit zu kommen. Die reine Zeit, in der du rufbereit bist, zählt nicht zur vollen Arbeitszeit, wird aber vergütet. Wenn du währenddessen tatsächlich arbeitest, wird diese Zeit als Arbeitszeit gewertet.

Wie wirkt sich Teilzeitarbeit auf meine Arbeitszeit aus?

Bei Teilzeitarbeit ist deine vereinbarte Arbeitszeit kürzer als bei einer vergleichbaren Vollzeitstelle. Die gesetzlichen Regelungen zu Höchstarbeitszeiten und Pausen gelten aber auch für dich.

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