SozialversicherungAktualisiert: Januar 2026

Krankengeld — Definition & Erklärung

Dein Krankengeld ist eine wichtige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn du länger als sechs Wochen krankgeschrieben bist. Es sichert dir ein Einkommen, wenn dein Arbeitgeber die Lohnfortzahlung einstellt.

Kurz & bündig

Krankengeld reduziert dein monatliches Einkommen erheblich und wirkt sich somit direkt auf dein Nettogehalt aus.

Was ist Krankengeld?

Wenn du länger als sechs Wochen ununterbrochen arbeitsunfähig bist, springt deine gesetzliche Krankenkasse ein und zahlt dir Krankengeld. Dies ist eine Leistung, die deine finanzielle Situation absichern soll, wenn dein Gehalt vom Arbeitgeber nicht mehr weitergezahlt wird.

Die Zahlung des Krankengeldes beginnt in der Regel ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit, also ab der 7. Kalenderwoche deiner Erkrankung. Es wird deine Einkommenslücke schließen, bis du wieder arbeitsfähig bist oder bis die maximale Bezugsdauer erreicht ist.

Die Höhe deines Krankengeldes berechnet sich nach deinem letzten Bruttoverdienst. Die Krankenkasse zahlt dir dabei in der Regel 70 Prozent deines Bruttoverdienstes. Allerdings gibt es eine Obergrenze: Dein Krankengeld darf nicht höher sein als 90 Prozent deines Nettogehalts.

Für die Berechnung des Krankengeldes werden auch Beitragsbemessungsgrenzen berücksichtigt. Dein Krankengeld wird also auf Basis des Einkommens berechnet, das bis zu dieser Grenze sozialversicherungsrechtlich relevant ist. Alles darüber hinaus wird bei der Krankengeldberechnung nicht mehr berücksichtigt.

Krankengeld im Detail

Das Krankengeld wird für die Dauer deiner Arbeitsunfähigkeit gezahlt, jedoch maximal für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren je ein und derselbe Krankheit. Wenn du also wiederholt wegen derselben Krankheit ausfällst, werden diese Zeiten zusammengerechnet.

Die Berechnungsgrundlage für das Krankengeld ist dein beitragspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt, das wir für die Sozialversicherungsbeiträge heranziehen. Dieses ist nach oben durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Im Jahr 2026 liegt diese Grenze bei voraussichtlich 5.775 € pro Monat (Stand November 2023, Änderungen vorbehalten).

Das bedeutet, dass dein Krankengeld auf Basis eines maximalen Einkommens berechnet wird, das der Beitragsbemessungsgrenze entspricht. Selbst wenn dein Bruttoeinkommen höher ist, wird für die Krankengeldberechnung nur das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze herangezogen.

Du erhältst maximal 70 % deines Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 % deines Nettoverdienstes. Die gesetzliche Grundlage für das Krankengeld findet sich hauptsächlich im § 44 SGB V (Sozialgesetzbuch Fünftes Buch).

Beispiel

Wenn dein Bruttoeinkommen 3.500 € beträgt und dein Nettogehalt 2.300 €, dann berechnet sich dein Krankengeld wie folgt: 70 % von 3.500 € sind 2.450 €. Da dies aber mehr als 90 % deines Nettogehalts (90 % von 2.300 € = 2.070 €) ist, erhältst du maximal 2.070 € Krankengeld pro Monat.

Berechnung

Krankengeld = (Bruttoeinkommen, bis zur Beitragsbemessungsgrenze) * 0,70 ABER: Krankengeld <= (Nettogehalt) * 0,90

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Häufige Fragen zu Krankengeld

Wann beginnt das Krankengeld und wie lange bekomme ich es?

Das Krankengeld beginnt ab dem 43. Tag deiner ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit (also ab der 7. Kalenderwoche). Es wird maximal für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren wegen derselben Krankheit gezahlt.

Wie wird die Höhe meines Krankengeldes berechnet?

Dein Krankengeld beträgt 70 % deines Bruttoverdienstes, jedoch maximal 90 % deines Nettogehalts. Es gibt eine Beitragsbemessungsgrenze, die bei der Berechnung berücksichtigt wird.

Muss ich auf Krankengeld Steuern zahlen?

Das Krankengeld selbst ist steuerfrei. Allerdings unterliegt es dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass es bei der Ermittlung deines persönlichen Steuersatzes für dein übriges Einkommen mitberücksichtigt wird, was zu einer höheren Steuerlast führen kann.

Wer zahlt das Krankengeld?

Dein Krankengeld wird von deiner gesetzlichen Krankenkasse ausgezahlt, sobald dein Arbeitgeber die Lohnfortzahlung eingestellt hat.

Was passiert, wenn ich nebenbei arbeite und krank werde?

Wenn du mit einer Nebentätigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist, kann sich das auf dein Krankengeld auswirken. Dein Krankengeld wird in der Regel aus allen versicherungspflichtigen Einkünften berechnet.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026.