Selbstbehalt PKV — Definition & Erklärung
Der Selbstbehalt in der Krankenversicherung ist der Betrag, den du selbst trägst, bevor deine Versicherung Kosten übernimmt. Er beeinflusst deine Beiträge und dein finanzielles Risiko.
Ein niedrigerer Versicherungsbeitrag durch einen höheren Selbstbehalt führt zu einem höheren Nettoverdienst, da weniger Geld für die Versicherung abgezogen wird.
Was ist Selbstbehalt PKV?
Der Selbstbehalt, auch Eigenanteil oder Franchise genannt, ist ein fester Betrag, den du als Versicherter in bestimmten Tarifen, besonders in der privaten Krankenversicherung (PKV) und teilweise auch in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für bestimmte Leistungen, pro Kalenderjahr selbst tragen musst. Erst nachdem du diesen vereinbarten Betrag für deine Gesundheitsausgaben aufgebraucht hast, beginnt deine Versicherung mit der Kostenübernahme für weitere Behandlungen und Medikamente.
Die Wahl eines höheren Selbstbehalts führt in der Regel zu einem niedrigeren monatlichen Versicherungsbeitrag. Dies liegt daran, dass die Versicherung mit einem höheren Eigenanteil das finanzielle Risiko für dich teilweise abschiebt und somit geringere Kosten für sich selbst kalkulieren muss. Für dich bedeutet das eine direkte Entlastung bei den laufenden Kosten deiner Versicherung.
Allerdings birgt ein hoher Selbstbehalt auch ein erhöhtes finanzielles Risiko für dich. Solltest du unerwartet hohe Gesundheitskosten haben, musst du diese bis zur Höhe des vereinbarten Selbstbehalts komplett aus eigener Tasche zahlen. Es ist daher wichtig, deine individuelle finanzielle Situation und deine Gesundheitshistorie bei der Entscheidung für oder gegen einen Selbstbehalt und dessen Höhe zu berücksichtigen.
Der Selbstbehalt kann sich auf verschiedene Leistungen beziehen, wie z.B. Arztbesuche, Medikamente, Krankenhausaufenthalte oder auch spezielle Vorsorgeuntersuchungen. Die genauen Regelungen und die Höhe des Selbstbehalts sind immer im individuellen Versicherungsvertrag festgelegt.
Selbstbehalt PKV im Detail
Ab dem 1. Januar 2026 gibt es keine spezifischen pauschalen gesetzlichen Änderungen für den Selbstbehalt, die branchenweit gelten. Die Höhe des Selbstbehalts wird individuell im jeweiligen Versicherungsvertrag vereinbart.
- Generelle Regelung: Der Selbstbehalt ist ein Betrag, den du pro Kalenderjahr selbst tragen musst. Erst nach Ausschöpfung des Selbstbehalts leistet die Versicherung.
- Auswirkungen auf Beiträge: Eine Erhöhung des Selbstbehalts führt tendenziell zu niedrigeren Versicherungsbeiträgen.
- Individuelle Vereinbarung: Die genaue Höhe und die Leistungen, auf die sich der Selbstbehalt bezieht, sind vertragsabhängig. Es gibt keine einheitliche gesetzliche Vorgabe für die Höhe ab 2026.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Beiträge zur Krankenversicherung, die du als Sonderausgaben absetzen kannst, sind oft unabhängig von der Höhe des Selbstbehalts relevant. Der Selbstbehalt selbst ist in der Regel nicht direkt absetzbar, die Versicherungsbeiträge (die durch den Selbstbehalt reduziert sein können) sind es aber.
Beispiel
Du hast in deiner privaten Krankenversicherung einen Selbstbehalt von 500 € pro Jahr vereinbart. Wenn deine Arztbesuche und Medikamente im Laufe des Jahres insgesamt 800 € kosten, zahlst du davon die ersten 500 € selbst. Deine Versicherung erstattet dir dann die restlichen 300 €.
Berechnung
Summe deiner krankheitsbedingten Ausgaben (Arzt, Medikamente etc.) – vereinbarter Selbstbehalt = Erstattungsbetrag durch deine Versicherung
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Häufige Fragen zu Selbstbehalt PKV
Was genau ist der Selbstbehalt in der Krankenversicherung?
Der Selbstbehalt ist der Teil der Kosten für medizinische Leistungen oder Medikamente, den du pro Kalenderjahr selbst tragen musst, bevor deine Versicherung die restlichen Kosten übernimmt.
Wie beeinflusst der Selbstbehalt meinen monatlichen Versicherungsbeitrag?
Generell gilt: Je höher dein vereinbarter Selbstbehalt ist, desto niedriger ist in der Regel dein monatlicher Versicherungsbeitrag.
Gilt der Selbstbehalt für alle Leistungen?
Das hängt von deinem individuellen Versicherungsvertrag ab. Oft bezieht er sich auf ambulante Behandlungen, Medikamente, aber auch auf stationäre Leistungen. Prüfe hierzu deine Vertragsbedingungen.
Kann ich den Selbstbehalt nachträglich ändern?
Ja, in vielen Fällen ist eine Änderung des Selbstbehalts möglich, oft zu bestimmten Fristen im Versicherungsjahr oder bei Vertragsänderungen. Sprich hierzu mit deiner Versicherung.
Ist der Selbstbehalt auch in der gesetzlichen Krankenkasse relevant?
In der gesetzlichen Krankenkasse gibt es oft Zuzahlungen, die einer Art Selbstbehalt ähneln können, aber der Begriff 'Selbstbehalt' wird primär im Kontext der privaten Krankenversicherung verwendet. Für bestimmte Leistungen (z.B. Zahnersatz) können jedoch Eigenanteile anfallen.
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